Reputation von Kirchen und Religionen
- Jörg Schneider

- 30. Juli 2024
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Jan.

In einem Teilprojekt innerhalb des Universitären Forschungsschwerpunkt (UFSP) «Digital Religion(s)» an der Universität Zürich wird erforscht, wie die Reputation von Kirchen Religionen in digitalisierten Gesellschaften verhandelt und wahrgenommen wird. js_studien+analysen unterstützt das Projekt mit quantitativen Umfragen und statistischen Analysen, um Reputationszuschreibungen, Bewertungen sowie Selbst- und Fremdbeschreibungen religiöser Akteure in gesellschaftlichen Diskursen zu untersuchen.
Obwohl das öffentliche Image und öffentliche (Online-)Diskurse entscheidend für die Legitimität von Kirchen sind, ist wenig über die Konfiguration der Reputation von Religionen und ihren Akteuren bekannt. Das Forschungsprojekt untersucht daher unter anderem Reputations-Kontaktpunkte, sowohl online als auch offline, und zeichnet das öffentliche Bild der Kirchen in der Schweiz nach. Die Daten, die auf drei repräsentativen Online-Umfragen basieren, zeigen überraschende Ergebnisse: So sind journalistische Online-Medien wichtiger für die Reputation christlicher Kirchen als soziale Medien. Die bedeutendsten Faktoren für den Reputationsaufbau sind jedoch zwischenmenschliche Kommunikation und persönliche Erfahrungen. Auch im digitalen Zeitalter behalten nicht-digitale Quellen und Kontaktpunkte für die kommunikative Konstruktion religiöser Akteure ihre Bedeutung.



